Geschichte von Ansbach

Ältere Geschichte der Stadt Ansbach

In Mittelfranken, eingebettet zwischen Stuttgart, Würzburg, Nürnberg und München, liegt die kreisfreie Stadt Ansbach. In der ca. 40.000 Einwohner zählenden Stadt hat die mittelfränkische Bezirksregierung, ihren Sitz in einer der schönsten historischen Städte Mittelfrankens gewählt. Zahlreiche Baudenkmäler bezeugen, dass Ansbach als Regierungssitz eine lange Tradition hat. Um das Jahr 1400 teilte Friedrich von Nürnberg seine Fürstentümer unter seinen Söhnen auf. Die Regierungsgewalt des Flecken Markgrafentum Brandenburg-Ansbach ging damit durch Erbschaft auf Friedrich I. über. Dreizehn Markgrafen beeinflussten von da an, bis zum Jahre 1770, die Geschichte der Stadt. Ende des siebzehnten Jahrhunderts trug Ansbach den Namen Onolzbach und gehörte kurzzeitig zu Preußen. Im Zuge von Gebietskämpfen, unter der Herrschaft von Karl Alexander, fiel es aber wenige Jahre später zurück an Bayern. Im Markgrafen-Museum von Ansbach wird die Geschichte der Markgrafen ausführlich und anschaulich dargestellt.
Besuchern präsentiert sich die Stadt noch heute mit vielen beeindruckenden alten Gemäuern und Gebäuden, die so erhalten sind, wie sie schon zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert das Stadtbild prägten.
Den Grundstein der Stadt legten bereits 748 die Mönche eines Benediktinerklosters. Seither kann man den Spuren ihrer 1250-jährigen Geschichte in diversen Museen, geschichtsträchtigen Bauten und Plätzen folgen. Zahlreiche Denkmäler der Geschichte lassen historische Ereignisse hautnah erleben. So finden Besucher zum Beispiel das erst 1981 erbaute Denkmal des berühmten und Geheimnis umwitterten Kaspar Hauser. Es stellt ausdrucksstark seine Ermordung im Ansbacher Hofgarten 1833 dar. Weiter finden sich Denkmale unter anderem des Dichters August Graf von Platen und andere Persönlichkeiten aus der Ansbacher Geschichte. Beeindruckend sind ebenfalls die ehemalige Hofkirche St. Gumbertus oder das Herrieder Tor. Unter der Herrschaft der Markgräfin Christiane Charlotte im Jahre 1723 wurde neben anderen Bauten der Hofgarten der damaligen Residenz zu einer Gartenanlage nach französischem Vorbild umgestaltet. In diese Zeit fällt auch der Umbau des damaligen Pomeranzenhauses. Der Baumeister Carl Friedrich von Zocha, setzte die Maßnahmen um. So entstand auch die heutige Orangerie. Ebenfalls nach französischen Vorbildern, wie des Grand Trianon in Versailles und den Kolonnaden des Pariser Luvres geschaffen, wird sie heute unter anderem für Veranstaltungen, Tagungen und als Restaurant genutzt.

Jüngere Geschichte der Stadt Ansbach

Die 40.000 Einwohner zählende Stadt Ansbach ist Sitz der Bezirksregierung Mittelfrankens. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Ansbach zunächst amerikanische Besatzungszone. Als Held aus dieser Zeit, der Ansbach vor der totalen Zerstörung rettete, hat sich der damalige Student Robert Limpert, als selbstloser Widerstandskämpfer gegen das Hitlerregime, dafür eingesetzt, dass sich die Stadt zum Kriegsende kampflos ergab. Anhänger des Naziregimes verrieten ihn allerdings und er wurde von ihnen am Stadttor erhängt. In Ansbach erinnern überall Gedenktafeln an den Mord ihres Retters, ohne den sicherlich viele der heute so wertvollen und historischen Bauwerke der Zerstörung zum Opfer gefallen wären.
Zum ersten Nachkriegsoberbürgermeister wurde 1945 der SPD-Politiker Ernst Körner gewählt. Seit 2008 wird Ansbach von der parteilosen Bürgermeisterin Carla Seidel vertreten.
Die Bewahrung seiner historischen Bauten und kulturellen Schätze liegt den Ansbachern sehr am Herzen. Mit viel Engagement und Aufwand wird deshalb dafür gesorgt, dass die Geschichte, für Interessierte und Besucher lebendig bleibt. Umfassende Informationen, mit wertvollen, über die Zeit geretteten Kultur- und Gebrauchsgegenständen, findet man deshalb an vielen Orten der Stadt. Empfehlenswert ist der Besuch der beeindruckenden markgräflichen Residenz mit der Orangerie, in der auch Führungen durch die 27 prunkvollen Räume und Säle angeboten werden, in denen so manches Hintergrundwissen preisgegeben wird.
Am Kaspar-Hauser-Platz können weitere Schätze im Markgrafen-Museum entdeckt werden. Auch hier vermitteln Führungen durch die beeindruckende Sammlung aus vielen Jahrhunderten aufschlussreiche Informationen. Eine eigene Abteilung im Museum beschäftigt sich ausgiebig mit dem Leben des Kaspar Hauser, um dessen Gestalt sich viele Mythen ranken.
Noch viel weiter zurück in die Geschichte führt ein Besuch in die Jägerndorfer Heimatstuben, zu finden am Martin-Luther-Platz, im hinteren Teil des Rathausgebäudes. Es wird die Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts geweckt. Damals stand Ansbach unter der Fürstenherrschaft Brandenburg-Ansbach. Die ehemalige Stiftskirche aus dem 15. Jahrhundert lädt ein ins Barockzeitalter, und lässt Besucher einen Blick in die Fürstengruft mit seinen fünfundzwanzig erhaltenen Sarkophagen werfen.
Ansbach hat eine alte jüdische Geschichte, die einflussreiche Handelsbeziehungen in die Stadt brachte. In der Synagoge der Rosenbadstraße ist mehr darüber zu erfahren und zu erforschen.
Eine chronologische Auflistung aller wichtigen Jahresdaten mit informativen Stichworten zur Entwicklung der Stadt Ansbach bietet die Seite des Landkreises Ansbach.
Mittlerweile ist Ansbach in direkter Nähe zur Fränkischen Seenplatte ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.

Hier findet ihr weitere Informationen zum Fränkischen Seenland und zur Stadt Ansbach

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